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Musikrecht und Filmmusik – das nötige Know-How

Artikel über musikrechtliche Aspekte z. B. bei Filmmusik

Musikrecht und Filmmusik | filmscorestudio.de

Wer viel mit Musik zu tun – egal, ob als Filmemacher, als Werbeagentur, als Musiker in einer Band oder als Komponist von Filmmusik – wird früher oder später mit rechtlichen Aspekten konfrontiert.


Was ist mit den Urheberrechten?

Welche Rechte haben ausübende Musiker?

Was sind Synchronisationsrechte?

Sind alle Musikstücke geschützt oder enden Schutzfristen bei älteren Werken?

Wie funktioniert das mit den Verwertungsgesellschaften – z. B. mit der GEMA?

Was ist mit Marken, Namen, Bildern?

Was müssen Verträge z. B. zwischen einem Produzenten und einem Filmkomponisten enthalten?

Welche Aufgaben nehmen Verlage war?

Diese Fragenliste ließe sich noch lang fortsetzen.

Nach meinen Erfahrungen mit Bands, als Musik Label, der Vergabe von Musiklizenzen und der Mitwirkung an zahlreichen Filmprojekten sowie CD- und DVD-Produktionen kann ich diese Fragen inzwischen natürlich ausreichend beantworten. Wie ich dahin gekommen bin? Auf Irrwegen …

Fundierte Quellen

Für manche Probleme ist ja die Recherche im Internet ganz gut. Für all diese rechtlichen Dinge im Bereich Urheberrechte, Musiklizenzen, Filmmusik usw. allerdings nicht. Wie überall werden auch im Internet Mythen fortgeschrieben und es ist erschreckend, dass selbst manche Leute, die im Musikbusiness aktiv sind, solche Mythen weitergeben.

Nach vielen Recherchen in Foren und Frageportalen war mir klar: Diese Quellen sind für das Erlangen fachkundigen Wissen nur sehr bedingt geeignet. Wenn ich mir vorstelle, welche Konsequenzen sich aus Urheberrechtsverletzungen (in der Regel also illegaler Nutzung) ergeben, sind fundierte Quellen mehr als angebracht!


So habe ich hier einmal die für mich informativen und zuverlässigen Quellen aufgelistet:

Praxishandbuch Musikrecht

Ein hervorragendes Buch. Der Autor Hans-Jürgen Homann ist Rechtsanwalt in Berlin und New York, seine Kanzlei ist vornehmlich auf dem Gebiet des Urheber- und Medienrechts tätig, insbesondere im Bereich des Film-, Musik- und Internetrechts. Das Buch gibt eine verständliche Einführung in die komplexe Materie des Musikrechts, auch anhand vieler Beispiele. Teil 1: Urheberrecht an Musikwerken, die Rechte der Urheber (Komponisten, Texter, Bearbeiter) und Leistungsschutzberechtigten (Künstler, Produzenten, Tonträgerhersteller), das Recht der Verwertungsgesellschaften (GEMA, GVL), das Urhebervertragsrecht sowie sonstige Schutzrechte (Persönlichkeitsrechte, Titel- und Markenschutz). Teil 2: Verträge, ihre Besonderheiten und Fallstricke.

Nach dem Studium der mehr als 300 Seiten dürften kaum noch Fragen offen bleiben. Das Buch erschien im Springer-Verlag und kostet 49,99 EUR.

Praxishandbuch Musikrecht bei amazon

Website irights.info

iRights.info ist eine Informationsplattform und ein Online-Magazin. Behandelt werden Fragen zum Urheberrecht und weiteren Rechtsgebieten in Form von Hintergrundberichten, Nachrichten, Dossiers und anderen Publikationen insbesondere in der digitalen Welt.

Eine der wenigen verlässlichen Websites mit hervorragenden und fundierten Artikeln. Empfehlung!

http://irights.info

Website der GEMA

Dass der Sinn und das Prinzip von Verwertungsgesellschaften sich nicht gleich allen erschließen ist klar. Die GEMA hat für meine Begriffe ein unübersichtliches, nicht immer zeitgemäßes System für eine recht klare und eigentlich gute Sache geschaffen. Bei den vielen immer wiederkehrenden Fragen zur GEMA findet man durchaus Informationen aus 1. Hand auf der GEMA-Website.

www.gema.de

Industrie- und Handelskammer (IHK)

Die Industrie- und Handelskammer bietet oft sehr gute kostenlose Fortbildungen z. T. von Rechtsanwälten zu rechtlichen Themen, z. B. auch dem Urheberrecht an. Das Großartige ist, dass man bei diesen Veranstaltungen auch in der Regel Antworten auf seine individuellen Fragen bekommt. Für IHK-Mitglieder eine tolle Ressource!


Fazit:

Rechtliche Grundlagen des Musikrechts sind nicht nur für Profis wichtig. Jeder, der Musik macht, sie veröffentlicht bzw. kommerziell nutzt, bewegt sich auf nicht ganz ungefährlichem Terrain.

Dennoch ist Musikrecht kein Buch mit sieben Siegeln. Eine solide Basis erhält jeder, der das oben empfohlene Buch „Praxishandbuch Musikrecht“ durcharbeitet und sich z. B. auf den o. g. verlässlichen Internetseiten informiert.

Zum Schluss noch der übliche Hinweis: Alle Angaben dienen lediglich Informationszwecken und stellen keine Rechtsberatung dar.

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